Die Masche mit den Schuldgefühlen

Du bist schuld

„Ich habe gesehen, dass ein paar Leute nicht mit aufgestanden sind, als wir alle gejubelt haben. Wollen diese Menschen in ihrer Komfortzone bleiben?“ oder „Diese Leute hier, haben heute entschieden, das Seminar XY zu besuchen, die haben verstanden, worum es geht. Was ist mit denen, die sitzen geblieben sind, – immer noch nichts kapiert?“ oder „Es gibt hier tatsächlich immer noch Leute, die sich weigern mitzumachen. Sie verhindern damit, dass andere weiter kommen. Wollt ihr das wirklich verantworten?“

Hast du solche Situationen schon einmal erlebt? Life, – mittendrin, als einer der nicht aufgestanden ist? Da wird ein Druck erzeugt, dem nicht jeder standhalten kann. Respekt vor dem, der die Stirn hat, sich nicht manipulieren zu lassen. Und ja, dieser Druck ist gewollt. Gezielt eingesetzt, um Menschen zu bestimmten Verhalten zu bewegen, – etwas unterschreiben, kaufen, sich Aufgaben aufhalsen lassen, usw. Aber vor allem, um sich schlecht zu fühlen und nach Erlösung zu gieren. Welche Erleichterung, wenn man dann doch dazugehört.

Vielleicht hast du eine ähnliche Situation hinter dir, eine große oder kleine. Das kann auf einer Veranstaltung gewesen sein, in der Arbeitsstelle, in der Famile, … mit Schuldgefühlen wird oft gearbeitet. Es macht wenig Sinn zu sagen: „Lass dich nicht erpressen“ oder „Mach dir keinen Kopf“. Ich glaube, viel hilfreicher könnte die Frage sein: Welches Bedürfnis, welche Sehnsucht wurde in dir getriggert? Und: Konnte man dich damit schon öfters im Leben manipulieren? Deine Antworten geben dir vielleicht Ideen, wie du dich künftig davor schützen kannst.

Foto: pixabay / Tumisu

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